Meine Bücher

26 April 2016

#001 {Schreibtagebuch} I love you more than starlight


Projekt: »Indem wir uns den Mond versprachen«

{Contemporary Gay Drama}

Wochenstatistik

Wörter: 23.838
Getränk: Früchtetee
Snack: Kinderschokolade
Schreibmusik: alles von Philip Poisel und Yvonne Catterfelds »Lieber so« in Dauerschleife

Lieber Neo,

seit zwei Wochen schaffe ich es, jeden Tag mindestens eine halbe Seite an deiner Geschichte zu schreiben. Und das fühlt sich verdammt gut an!
Ab nächster Woche setze ich mir ein neues Ziel: jeden Tag 600 Wörter. Das hört sich für andere Autoren nach wenig an - ist es vielleicht auch, aber die letzten Jahre haben mir gezeigt, dass mir kleine Ziele besser stehen und ich entspannter schlafe, wenn der Druck mir nicht im Nacken sitzt.


Obwohl ich mir schwor, das Manuskript niemandem zu zeigen, bevor es fertig ist, habe ich es sehr genossen, mich mit Curly auszutauschen und ihr via WhattsApp ein paar (mehr oder weniger witzige) Passagen vor zu lesen.

Außerdem knackte ich letzte Woche die 20.000 Wörter *hier bitte sehr viel Konfetti einfügen*.



Während einer kleinen Schreibsessions ist mir urplötzlich das Ende für deine Geschichte eingefallen. Und obwohl ich weiß, dass die Verlage das nicht gerne sehen und ich mir deswegen jede Chance auf eine Veröffentlichung verbockt habe, fühlt es sich richtig an. Das Herz will, was es will - oder besser gesagt, mein Herz muss das machen, was meine Charaktere wollen. Lieber Neo ich will dir kein schlechtes Gewissen einreden, so bist du nun mal, und das ist gut so aber in manchen Momenten überfordert du mich.

Obwohl die letzten Szenen an denen ich schrieb nicht sehr romantisch waren, hat mich ein Satz sehr inspiriert: I love you more than starlight. Es ist ein wunderschönes Zitat aus Lady Midnight von CassandraClare. Diese Autoren schafft es immer wieder, mich zum Schreiben zu bewegen. Und ich will ehrlich zu dir sein Neo, da ich in letzter Zeit viel Fantasy gelesen habe, liebäugelt ich oft mit einem anderen Schreibprojekt, was immer noch in der Schublade ganz geduldig auf mich wartet.

Die liebe Autorin Stefanie Hasse hat auf ihrem Blog eine Datei gepostet, mit der man ganz einfach seinen Wortzahl dokumentieren kann. Eigentlich bin ich kein großer Fan davon, Statistiken über das Schreiben zu dokumentieren aber in letzter Zeit macht es mir Spaß und ist eine große Motivation - ja, Zeiten ändern sich.
Außerdem arbeite ich seit heute mit einer Software, die mein gesprochenes Wort in Schrift verwandelt. Es heißt DragonNaturallySpeaking und es hat mich positiv überrascht (und ja, wer sich gerade fragt, ob ich diesen Blogartikeln mit Dragon "geschrieben" habe, liegt vollkommen richtig). Obwohl sich kleine Korrekturen per Hand nicht vermeiden lassen, erkennt das Programm unheimlich gut das was ich spreche - ich überlege es auch für meine Romane einzusetzen, zum einen habe ich dann die Freiheit beim "schreiben" durch das Zimmer zu laufen und zum anderen übe ich damit das freie Sprechen.

Die größte Hürde in dieser Woche (und eigentlich immer) waren meine Zweifel. Meine Geschichte tendieren dazu, sich Zeit zu lassen, bevor sie richtig Fahrt aufnehmen und das bereitet mir Sorgen. Andererseits habe ich noch 1000 Gelegenheiten dein Buch zu überarbeiten. Mein aktuelles Ziel ist es erst mal fertig zu werden.

Alles Liebe ♥

14 Februar 2013

[Gedankenkiste] Mein Schreiballtag ~ Schneeflockengeflecht im Bücherparadies


Vom Turme hallt der Klang der Abendglocken;
Ich steh' allein auf einsam stiller Höh'.
Rings um mich her, in weichen, dichten Flocken
Fällt lind herab der erste Winterschnee.

© Stine Andresen
Als ich ankomme schüttle ich ein kleines Schneeflockengeflecht aus meinen Haare. Der Weiße Puder fällt zu Boden, schmilzt und wird von dem Teppich gierig aufgesogen.
Ich liebe die Bücherei, doch ist es fast ein Jahr her, dass ich das letzte Mal hier war.  Eigentlich eine Quelle der erschöpfbaren Inspiration für Autoren. Hierher kommen Menschen, um einfach die Stille zu genießen. Ich überlege ob ich öfter kommen soll …
Nachdem Mantel und Tasche abgegeben wurden, mache ich mich auch sogleich auf die Pirsch nach Büchern zu recherchezwecken. Aber vorher noch einen kleinen Abstecher in die Abteilung der Unterhaltungsliteratur. Natürlich sind die Bücher ausgeliehen, dich ich lesen will und so streife ich einfach umher und ziehe wahllos Bücher aus den Regalen. Jenny-Mai Nuyen? Kerstin Gier? Nein heute sagt mir nichts zu …
Als ich das Regal mit den Geschichtsbücher erreiche, sitzt eine kleine Frau auf einem Hocker über einen Wälzer gebeugt. Als sie mich sieht lächelt sie höflich – ich tue es ihr gleich und mache mich auf die Suche  … Heute wird ein erfolgreicher Recherche Tag werden
:) das habe ich im Gefühl ♥
Das erste Buch, was es mir angetan hat ist London - Biographie einer Weltstadt: Architektur und Kunst, Geschichte und Literatur ... ( puh ;) ein langer Titel )






Das zweite Buch ist Chroniken des 19. Jahrhunderst, ein wirklich dicker Wälzer mit mehr als 900 Seiten Geschichte und ein kleines Muss für alle Autoren, die planen in diesem Jahrhundert ihre Geschichte spielen zu lassen. Diese Ausgabe ist aus dem jahr 1998 aber bekanntlich verändert sich die Geschichte in der Vergangenheit nicht ;)

Ich musste das Buch dem Lesen auch direkt mal kaufen ♥



Mein kleines persönliches Fazit: Der Tag war sehr produktiv, mein Plotordner füllt sich und mein Buchprojekt "Im Klang der Zeit" nimmt Form an.
Ich freue mich auf meinen nächsten Besuch in dem kleinen Bücherparadies ♥

Liebe Grüße
Cassy K.

19 Januar 2013

[Gedankenkiste] Mein Schreiballtag ~ Handbücher und Ordneradipositas...


Hallo ihr Lieben, 

mit der plötzlichen Eiszeit und der Winterschlafstimmung, die sich in den letzten Tagen wie eine Haube über das Land gelegt hat, kommt schleichend die Inspiration zu mir.

Ich habe mich dabei ertappt, wie ich mir Bücher über die Gesetze der Zeit im Internet bestellen wollte. Wie ich irgendwie von Amazon auf ein Video über Lamas und anschließend zu ein paar Basteltipps gekommen bin, ist mir bislang noch ein Rätzel … Auf jeden Fall kam mir durch dieses tolle Bastelvideo die Idee, mein eigenes Handbuch für „Im Klang der Zeit“ zu schreiben.

 Es ist Nichts, was für die Augen der Leser bestimmt wäre - höchstwahrscheinlich blicke auch nur ich in dem geschriebenen Wunderchaos durch ;-) - aber es ist eine Bereicherung für den Kauderwelsch an Skizzen von Artefakte und Informationen, die ich auf kleinen Zettelchen horte und die plötzlich einen geordneten Platz haben.

Es ist sehr inspirierend, ein Teil seiner eigenen Welt mit sich herumzuführen. So ein Handbuch kann ich jedem nur empfehlen!
Mein Plotordner hat in den letzten Tagen auch sehr viel Zuwachs bekommen. Aus einem mir undefinierbaren Grund hatte ich das dringende Bedürfnis, jede Kleinigkeit aufzuschreiben, die mir in den Sinn kam. Wie ich mich kenne, werden viele dieser Szenen wieder in der dunklen Schublade aller nie geschriebenen Szenen landen. Manche Sachen sind auch rein menschlich nicht machbar :D Es gibt immer noch Momente, in denen die Fantasie mit mir durchgeht. 

Vielleicht ergibt sich dadurch neuer Stoff für „Geschichte, die ich nie schreiben werde

Im Übrigen schaue ich momentan viele Filme über das 19. Jahrhundert. Obwohl ich manchmal die Befürchtung habe, dass einige dieser Streifen nicht gerade autentisch und der epoche volkommen getreu sind.





Falls euch noch Filme aus dieser Zeit einfallen, ich bin immer für weitere Vorschläge offen :) 


Ich wünsche euch noch einen schönen Wochenende!

Liebe Grüße
Cassy K.

23 Dezember 2012

[Gedankenkiste] Mein Schreiballtag ~ Angst vor dem Anfang & im Recherche Wahn ...


Schreiballtag des Buches: Im Klang der Zeit
Ich wiege mich sicher in den Armen der anonymen Recherche. Dabei laufe ich vor den ersten Worten in meinem Buch davon. Ich denke es macht mir etwas Angst richtig  anzufangen - obwohl die ersten zwei Seiten schon stehen.
Kritik anzunehmen war für mich immer ein Bestandteil der Schreiberei. Aber jetzt? Ich denke das viele Nachdenken hat mich unsicher gemacht. Ich schaue mit Neid auf mich selber zurück. Als ich 14 war. Damals sprossen meine Geschichten wie Unkraut aus dem Boden. Da war immer nur ich, doch jetzt reicht das nicht…


Hier die ersten Sätze aus „Im Klang der Zeit“:
Es war kalt und dunkel in den Straßen. Mitten im Winter ging die Sonne schon am frühen Nachmittag unter. Der Schneesturm der letzten Nacht hatte London in ein Gewand aus silber und weiß gehüllt. Im Laufe des Tages verwandelte sich der prächtige Puderschnee in braunen Matsch. Lediglich die Dächer der Metropole erstrahlten noch mit einer Haube aus einem Schneeflockengeflecht. Von den Regenrinnen der Backsteingebäude und den Verkehrsschildern hingen Eiszapfen, die das fahle Licht der schwarzen Dreizacklaternen golden reflektierten …


Schön, und jetzt ? … mal schauen was der Tag noch so bringt.

Gerade habe ich ein paar Dokus über das Victorianische Zeitalter geschaut. Die Karte, die vor einigen Tagen bei mir eingetrudelte, ist mir eine große Hilfe bei der Orientierung.
Ich gebe mir ein Ultimatum von ein paar Wochen. Dann sollte ich so viel Infos gesammelt haben, dass ich endlich mal etwas Vernünftiges zustande bekomme.



Ich habe mir einfach mal gedacht, dass es viele Autoren gibt gibt, die auch etwas über das Victorianische Zeitalter erfahren wollen. Deswegen werde ich immer zusätzlich zu "Mein Schreiballtag" eine Linkliste mit meinen Recherchequellenveröffentlichen. Vielleicht gibt es am Ende meiner ganzen Suche auch ein zusammenfassendes Dokument zu downloaden, wo ihr dann alles erfahren könnt, was ich herausbekommen habe.

Das Ergebnis von heute (leider alles nur auf Eglisch):
• ebook Tipp: Daily Life in Victorian London
• Buch Tipp: Die Landkarte der Zeit

Liebe Grüße
Cassy K.

PS: Ich verspreche morgen den ersten Post zu "Tipps & Tricks für Autoren zu veröffentlichen" heute bin ich nicht mit dem Artikel fertig geworden.

Momente

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